2015 war das wärmste Jahr

In den Medien ging die Meldung, dass 2015 das wärmste Jahr war seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das traf sich natürlich gut mit dem Thema der Klimakonferenz und der Umwelt im Allgemeinen, aber macht das jetzt ein schlechtes Gewissen? Wird das Verhalten eines jeden einzelnen dadurch geändert? Ich glaube nicht, wir machen weiter wie bisher und durch das historische Tief des Ölpreises ist der Kraftstoff billig wie nie, es wird mehr verbraucht und weniger gespart. Die Kreditzinsen sind ebenso am Boden, dadurch wird mehr konsumiert, vor allem Dinge, die nicht lebenswichtig sind, es wird mehr produziert und somit dreht sich die Spirale immer weiter. Wie ist sie aufzuhalten? Gar nicht, denn durch den Egoismus und den Kapitalismus, der unersättlich weiter voranschreitet, wird es immer so bleiben. Die Zukunft sieht düster aus, also macht der Mensch das, was er am besten kann: Ingnorieren, Verdrängen und mit der passenden Endzeitstimmung einfach weitermachen. Die Party geht weiter, scheißegal, was morgen, übermorgen oder nächsten Monat ist. Und das kommende Jahrhundert? Das ist völlig egal, denn da wird keiner von unserer Generation mehr leben.

Der Schnee ist da (endlich)

Ich habe ja schon gar nicht mehr daran geglaubt, aber der Schlitten und die Schneeanzüge der Kinder kommen doch noch in diesem Jahr zum Einsatz. Es ist kalt draußen, es liegt Schnee und der erste Schneemann ist auch schon gebaut. Da man aber nicht weiß, wie lange das Vergnügen bleibt, wird die gesamte Planung auf Winter ausgerichtet, um das Treiben auch genießen zu können. Also halten wir fest: Der Winter 2015/2016 hat sechs Wochen nach seinem meteorologischen Beginn nun wirklich angefangen. Weitermachen!

Die Abzocke der Rechtsanwälte

In den letzter Zeit wurde ich mehrmals in Fadenkreuz der Rechtsanwälte genommen. Einmal fehlte ein Satz in den allgemeinen Geschäftsbedingungen, das andere Mal wurde mir eine Markenrechtsverletzung zur Last gelegt. Ich bestreite nicht, diese Fehler begangen zu haben (sie wurden auch umgehend korrigiert). Was mich vielmehr stört ist die Willkür, der man bei der Berechnung des Streitwertes ausgesetzt ist. Denn genau dieser Streitwert bemisst ja auch das Honorar des Rechtsanwaltes. In beiden Fällen wurde ein Wert von 10.000 EURO festgelegt. In dem einen Fall ging es um eine Bank im Gegenwert von 400 EURO, im anderen Fall nur um einen fehlenden Satz in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines kleinen Gewerbes. Und in beiden Fällen verlangten die Rechtsanwälte knapp tausend Euro an Gebühren. Die eigentliche Arbeit, die dahintersteht, ist marginal: Ein oder zwei Briefe schreiben inkl. Porto und das war es auch schon. Von dem Stundensatz können viele nur träumen. Und das Schlimmste ist: Es ist legal, legitimiert durch unsere Rechtsprechung. Das bedeutet, wenn mich jemand verklagen würde wegen eines Streitwertes von einer Million Euro, kassiert der Rechtsanwalt mehr als 100.000 EURO, egal was er macht und wie er etwas macht. Der finanzielle Ruin der meisten Menschen.

Ich habe einen Fehler gemacht, wäre ich doch bloß Rechtsanwalt geworden.

In welche Richtung geht unsere Gesellschaft?

Egoisten, Eigenbrötler, Arschlöcher, Diktatoren, Radikale, Ingnoranten, Extreme, Dumme, Hohle, Rassisten, Kommunisten, Marxisten, Nazis, Konservative, Asoziale, Penner, Dumpfbacken, Hohlbirnen, Vollpfosten, Fremdgeher, Hintergeher, Mitläufer, Terroristen, Attentäter, Lebensmüde, Verachter, Juppie, Neureicher, Arrogante, Quäler, Masochisten, Sadisten, Sodomisten, Salafisten, Lügner, Heuchler, Bevormunder, Täuscher, Unehrliche, Überholer, Kapitalisten, Welthasser, Möchtegern-Weltverbesserer, Schleimer, Streber, Speichellecker, Besoffener, Abhängiger, Heulsuse, Weichei, Betrüger, Verbrecher, Einbrecher, Abzocker, Vergewaltiger, Begrapscher, Notgeile, …to be continued

 

Winter, wie sie früher einmal waren

Kommt noch ein „richtiger“ Winter? Was ist überhaupt ein „richtiger“ Winter? Diese Fragen tauchen in den letzten Tagen immer wieder auf. Grüne Weihnachten gab es ja schon öfter, aber Mitte Januar noch gar keine Kälte und kein Schnee? Ist das bereits der Klimawandel oder hat es andere Ursachen? Vermeintliche Experten halten sich zurück mit Äußerungen und in den Medien beherrscht der Terror die Themenseiten, da sind triviale Fragen nach dem Winter doch fehl am Platze. Ich kann mich daran erinnern, dass ich als Kind jeden Winter mit dem Schlitten unterwegs war, meine Kinder hatten das Vergnügen in diesem Winter bislang nur für einen Tag. Aber eine neue Kaltfront ist angekündigt, die Hoffnung stirbt zuletzt und es wäre doch wirklich schade, das Jahr 2016 ohne einen Schneemann zu vollbringen.

Alles Gute im neuen Jahr

Das Jahr 2016 hat begonnen, das Leben hat sich nicht wirklich verändert. Blickt man auf die vergangenen 365 Tage zurück, so sieht man Krisen, Kriege und schwierige Verhältnisse. Doch ich bin zuversichtlich, dass sich auch noch für das größte Problem eine Lösung finden läßt. Nur Wegschauen und Ignorieren darf man es nicht, denn dann ist ein noch größeres Problem vorprogrammiert.

Ich freue mich auf die nächsten 356 Tage voller Herausforderungen und neuer Probleme, ich werde mich ihnen stellen und versuchen, Lösungen zu finden. Manchmal wird es hart werden, doch am Ziel kommen früher oder später alle einmal an.

 

Herbstgedicht

Im Herbst die Blätter fallen,
die Sonne untergeht.
Dunkel sind auch die Tage,
die Menschlichkeit verweht.
Trübe auch die Sicht, ganz vage,
die gute Laune vergeht.
Der Winter soll bald kommen,
der Kamin das Herz erwärmen,
Eine neue Zeit wird erklommen,
um für den Schnee zu schwärmen.
Doch es regnet, die Tropfen fallen schnell,
nur der Mond leuchtet hell.
Gefühlt dauert es eine Ewigkeit,
bis der Frühling macht sich bereit.

Bloggen für Anfänger

Mit Verwunderung habe ich festgestellt, dass mein letzter Beitrag schon wieder ein paar Monate alt ist. Das war nicht meine Absicht, hatte ich mir nach den Sommerferien doch fest vorgenommen, regelmäßig etwas zu schreiben. Doch das ist gar nicht so einfach. Nicht, dass es an Themen mangeln würde, aber der Tag hat leider nur 24 Stunden und wenn man beruflich wie privat voll eingespannt ist, dann  muss etwas anderes leider vernachlässigt werden. Nun habe ich aber einige Projekte abgeschlossen und kann mich auch wieder um meinen Blog kümmern. So ist wenigstens das Vorhaben, ob es auch klappen wird, ist eine andere Frage.

Die Statistik auf meiner Seite verrät aber, dass es nicht wirklich viele Leser gibt, die es auch interessiert, was ich schreibe. Das finde ich aber auch gar nicht mal so schlimm, schließlich ist dies ja auch ein Forum für mich und meine Kreativität und ich bin mal gespannt, zu welchen gedanklichen Ergüssen es in der nächsten Zeit noch kommen wird.

Campingurlaub im Ferienpark Havelberge / Mecklenburgische Seenplatte – Erfahrungsbericht

Nach der Woche auf Fehmarn waren wollten wir noch eine Woche woanders verbringen. Dabei lag es nahe, den anderen Platz der Inhaber Wulfener Hals in Augenschein zu nehmen, da auch dieser mit fünf Sternen im vorderen Bereich liegt und mit der Mecklenburgischen Seenplatte ein komplett anderes Ambiente präsentiert. Nach drei Stunden Fahrzeit von Fehmarn aus kamen wir am Platz an, hier der Erfahrungsbericht Teil II:

Die Ankunft
Nach dem Verlassen der Autobahn fährt man mindestens noch eine dreiviertel Stunde Bundes- und Landstraßen, bis man am Ziel ist. Dabei gibt es schon einen kleinen Vorgeschmack auf die zu erwartende Landschaft: Seen, Hügel und viel Wald. Die Ankunft ist dann auch förmlich im Wald. Nach einem verschlungenen Weg erreicht man die Rezeption und wundert sich, wo denn der Campingplatz ist, denn man sieht zunächst nur einen Parkplatz und das Empfangsgebäude. Das Rätsel wird aber schnell gelöst, der Campingplatz ist direkt am See auf / an einem Hügel terrassenförmig angelegt. Hätte man ja auch theoretisch selbst draufkommen können bei dem Namen Havelberge. Die Begrüßung ist freundlich und es besteht sogar noch Auswahl zwischen mehreren Plätzen, die man sich vorab anschauen kann. Das haben wir dann auch gemacht, doch die Entfernungen sind nicht zu unterschätzen und vor allem auch die Höhenunterschiede. Nach gefühlten zurückgelegten mehreren Kilometern ist die Auswahl entschieden doch haben sich in der Zwischenzeit einige andere Anreisende bei der Rezeption gemeldet, was zu einer Wartezeit von mehr als zwanzig Minuten führt. Doch man ist ja genügsamer, zumal der Platz gerade mal die Hälfte an Gebühren kostet wie der Wulfener Hals. Das Internet ist allerdings auch nicht kostenfrei und extrem leistungsschwach, die Duschen sind kostenpflichtig und das Familienbad extrem teuer mit 5 EURO Gebürh für Fünfzehn Minuten Nutzung.

Der Aufenthalt
Man steht mitten im Wald, der hauptsächlich aus Kiefern besteht. Die sanitären Einrichtungen sind gut und neuwertig, was aber bald nicht mehr der Fall sein wird, wenn das Putzpersonal weiterhin so schludrig arbeitet. Nur für die dicke Geldbörse ist der SB-Markt, dessen Sortiment nicht nur sehr eng begrenzt ist, sondern auch extrem teuer. Die Ware wird offensichtlich auch teuer eingekauft, viele Produkte kommen aus dem METRO-Sortiment (aro-Eigenmarke). Coca-Cola oder Nutella waren am Sonntag nicht mehr vorrätig. Na gut, das sind eben auch Luxusartikel. Bei unserer Ankunft zeigt der Aushang Waldbrandstufe vier, was aber niemand daran hinderte, im Waldcampingplatz mit seinem Holzkohlegrill kräftig anzufeuern. Bei Nachfrage in der Rezeption (dies ging übrigens nur persönlich, telefonisch ist der Empfang grundsätzlich nicht zu erreichen) wird gesagt, dass das Grillen gestattet ist, wenn man einen Wassereimer oder eine Löschdecke dazustellt. Das macht natürlich keiner und der Hinweis ist ebenso sinnfrei. Bleibt also nur Optimismus und Vertrauen, was aber bei dem sehr trockenen Unterholz sich als schwierig darstellt. Der kleine Badestrand ist natürlich überlaufen, ebenso wie die Mülleimer. Das Wasser des Sees ist trübe, aber wenigstens (noch) nicht muffig. An einem Nachmittag haben wir uns ein Kanu gemietet. Dies kostet für fünf Personen und drei Stunden 31 EURO inklusive Ausrüstung. Das ist kein Schnäppchen, aber je länger man mietet, umso günstiger wird es. Für einen Nachmittag und mit drei Kindern ist das Kanufahren aber ausreichend, zumal man eh nicht weit kommt und sehr aufmerksam sein muss aufgrund der vielen Motorboote, die sich teilweise auf dem See oder den Nebenflüssen ihre Rennen liefern. Insofern fühlt man sich der Natur nicht ganz so nah in benzingetränkter Luft. Die Rückgabe verläuft ein wenig seltsam, da meine Frau das Kanu nicht mit mir alleine tragen kann und man uns nur widerwillig hilft mit dem Hinweis, wir mögen das nächste mal bitte ein Boot mieten, was wir auch selber tragen können. Ohne Worte, das war dann kein schöner Abschluss der Bootstour. Ausflüge in die Region sind möglich, mit dem Fahrrad kann man viele schöne Touren machen. Die nächstgelegene Stadt Neustrelitz gleicht mehr einer Geisterstadt, hier wurde der Aufbau-Ost offensichtlich ohne die Menschen gemacht. Die nächste richtig große Stadt wäre Neubrandenburg oder Waren. Unsere Entscheidung fällt auf Waren, mit dem Müritzeum auch ein kulturelles Highlight. Es gibt eine Fussgängerzone vor Ort und viele kleinere Geschäfte, außerhalb in Gewerbegebieten die normalen Supermärkte. Das war es dann auch schon. Gastronomisch gesehen ist auch das Restaurant auf Imbissbudenniveau, Kochen kann man das leider nicht nennen. Das Personal muss dringend noch Nachschulungen in puncto Service absolvieren. Was gut klappt ist der Sicherheitsdienst, der ist spätabends sofort zur Stelle und sorgt für Ruhe.

Fazit
Fünf Tage Havelberge sind ausreichend. Wenn man nicht mit dem Fahrrad mehrere Tage unterwegs oder dem Kanu und das Wetter schlecht ist, kann es sehr schnell langweilig werden. Und da die Gastronomie hier auch nicht punktet, ist zwar der Preis ganz OK, aber ein richtiger Wohlfühlfaktor kommt nicht auf.