Der IELTS-Test

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Wofür braucht man den Test?
Am 8. September habe ich in Bremen den berühmt berüchtigten IELTS-Test absolviert. Dies war notwendig, da mein Abitur schon mehr als zwanzig Jahre zurückliegt und ich für mein Studium nachweisen muß, dass ich über ausreichend Englischkenntnisse verfüge. Da viele Tests wie zum Beispiel der TOEFL kurzfristig ausgebucht sind, habe ich mich für den IELTS-Test entschieden.

Die Vorbereitung
Die (Online-) Anmeldung für den Test ein paar Wochen vorher war problemlos, nur die Testgebühr hat es in sich: Über 260,00 EURO für einen simplen Englischtest. Aber nach weiterer Recherche stellte sich heraus, daß dieser Test gar nicht so simpel ist. Denn die Struktur beweißt, dass man sich Gedanken gemacht hat, wie man möglichst objektiv ein Sprachniveau ermittelt. Bewertungen und Erfahrungen von Testkandidaten aus dem Netz zu finden, die aussagekräftig sind, sind eher schwierig. Also habe ich mir ein Buch bestellt, um zu wissen, was konkret auf mich zukommt. Zwar erfährt man auch einige Dinge über die Website und die dazugehörige App, jedoch ist diese relativ schnell erkundet. Mit dem Buch konnte ich mir da schon einen besseren Eindruck verschaffen, ich finde es ideal für die Vorbereitung: The Official Cambridge Guide to IELTS, ISBN 978 1 107 62069 8, inklusive CD/DVD.

Der Tag des Testes
Am Samstagmorgen war es dann soweit, um 08:20 Uhr fand ich mich bei der Volkshochschule Bremen ein, um den Test anzutreten. Mit dabei waren ungefähr 30 Mitstreiter, vom Alter her um die zwanzig und viele sehr nervös. Die Anmeldung erfolgte per Personalausweis, mitnehmen den in Prüfungsraum durfte man außer dem Personalausweis und einer (durchsichtigen) Flasche Wasser nichts. Wer sich nicht daran halten würde, wäre sofort vom Test ausgeschlossen. Natürlich hat dies keiner gewagt. Diese Hinweise wurden mehrfach gegeben, allgemein war die Atmosphäre eher streng gehalten und sollte wohl eine rigide Prüfungssituation simulieren. Nachdem fotografiert wurde, durfte man sich setzen, um kurz nach Neun begann der Test. Dabei haben die beiden Prüfungsbeauftragten keine Miene verzogen, es wurde nicht frei gesprochen, sondern alles ausschließlich abgelesen. Der erste Testabschnitt war dann der Hörtest. Vom Schwierigkeitsgrad zunächst nicht sehr hoch, aber trotzdem mußte man sich konzentrieren, damit man die gesuchten Wörter identifizieren konnte. Die Schwierigkeit wurde dann immer wieder ein wenig gesteigert. Als nächster Abschnitt kam dann der Lesetest. Hier waren es drei Texte, auch in der Schwierigkeit gestaffelt, wo man dann eine Stunde Zeit zur Verfügung hatte. Ebenso ging es dann im Schreibtest weiter. Im ersten Teil sollte man eine Grafik beschreiben, im zweiten Teil ein Thema argumentativ erläutern, beides ebenso innerhalb von einer Stunde. Zeitliche Toleranzen wurden nicht akzeptiert, die große Bahnhofsuhr in der Mitte der Bühne erinnerte die Teilnehmer manisch daran, dass nicht unendlich Zeit zur Verfügung steht. Die ersten Aufgabenteile durfte man nur mit einem Bleistift bearbeiten, den freien Text hatte man zur Auswahl, ob mit Kugelschreiber oder weiterhin mit Bleistift. Nachmittags stand dann der mündliche Test an. In den fünfzehn Minuten hatte meine Prüferin die Aufgaben abgelesen, ein freies Gespräch war aber in Grenzen möglich und somit die gesamte Atmosphäre ein wenig lockerer.

Wieso so streng?
Mich hat die ganze Zeit gewundert, dass die martialische Atmosphäre nicht besser wurde. Toilettengänge nur mit Begleitung und Voranmeldung, immer wieder sollte man seine ID, zeigen und bloß nicht lächeln (auch nicht für das Foto). Das liegt wahrscheinlich daran, dass in der Vergangenheit viele Täuschungsversuche stattgefunden haben und man deshalb so „hart“ durchgreifen muß. Dies ist aber nur meine persönliche Vermutung. In dreizehn Tagen werde ich erfahren, welches Sprachniveau ich habe. Durchfallen kann man nämlich nicht, nur eben eine niedrige Punktzahl erhalten. Ich bin gespannt und hoffe, daß mein Sprachniveau ausreichend ist. Denn noch einmal so viel Geld für einen Prüfungsvormittag wollte ich eigentlich nicht ausgeben.

Link: https://www.britishcouncil.de/pruefung/ielts

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